Kalender

In diesem Veranstaltungskalender sammeln wir Termine, die die Rhetorik betreffen.

Sie sind Mitglied unseres Vereins und möchten einen Termin teilen? Dann schicken Sie uns eine E-Mail an geschaeftsfuehrung@rhetorikforum.de (Pia Engel).

Jul
27
Do
Prof. Dr. Olaf Kramer (Tübingen): Grenzwertige Rhetorik: Populismus [Ringvorlesung] @ Hörsaal 21, Kupferbau
Jul 27 um 20:15 – 21:45

Lebendige Rhetorik

50 Jahre Seminar für Allgemeine Rhetorik

Die Vortragsreihe eröffnet Perspektiven auf die Fragestellungen und Gegenstände der Rhetorik. Im Jahr 1967 stellte Walter Jens bei der damaligen Philosophischen Fakultät den Antrag auf Gründung eines Seminars für Allgemeine Rhetorik. Es ist bis heute europaweit das einzige Universitätsinstitut, das Geschichte, Theorie und Praxis der Rhetorik erforscht. Aus Anlass des 50. Geburtstages unseres Instituts organisiert dieses eine Ringvorlesung im Rahmen des Studium Generale, die Einblicke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Rhetorik gibt. Vortragende sind neben Mitarbeitern des Seminars Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland, die einschlägige Forschungsbeiträge zur Rhetorik vorgelegt haben.

Organisation: Prof. Dr. Joachim Knape, Prof. Dr. Olaf Kramer, Prof. Dr. Dietmar Till

Jul
28
Fr
Tagung „Sprechkultur“ @ HMDK Stuttgart
Jul 28 – Jul 30 ganztägig
Tagung „Sprechkultur“ @ HMDK Stuttgart
Öffentliche Tagung zur Mündlichkeit in den Medien, der Rhetorik und Sprechkunst an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS)
28.–30. September 2017

Sprechkultur ist der zentrale Begriff der Fachtagung in Stuttgart. Wir kommunizieren in verschiedenen Situationen miteinander und überall sind wir eingebunden in ganz spezifische Sprechkulturen, im Unternehmen, in der Politik oder auch im Freundeskreis. Zudem ist die Art und Weise, wie wir miteinander sprechen, immer auch kulturell geprägt. Schließlich geht es auch um das Sprechen in der Kunst, das gestaltend in unsere Kultur hineinwirkt.

Die Fachtagung Sprechkultur umfasst wissenschaftliche Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops zu Sprechkompetenz und Kommunikationsverhalten im rhetorischen, künstlerischen und medialen Kontext und bietet aktuelle Impulse und Austauschmöglichkeiten
– für Kulturschaffende, Sprechwissenschaftlerinnen und Sprechwissenschaftler, Sprecherzieherinnen und Sprecherzieher, Studierende und alle, die sich für mündliche Kommunikation interessieren.

Organisiert wird die Tagung vom Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik an der HMDK Stuttgart in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS).

Wir laden Sie herzlich zu unserer Fachtagung nach Stuttgart ein!

Anmeldung und Preise:

https://www.hmdk-stuttgart.de/veranstaltungen/tagung-sprechkultur/teilnahme/anmeldung-und-preise/

Rhetorik & Film: Blow Up (1966) @ Kino Arsenal
Jul 28 um 18:00 – 22:00

Dr. Mario Gotterbarm

Der rhetorische Faktor in Blow Up von Michelangelo Antonioni (1966)

Schnelles Fuhrwerk, schöne Frauen, schillernde Fassaden. Lässig wie ein elegantes Raubtier tigert der Dandy durch das pulsierende London der Swinging Sixties. Gerissen nimmt der berühmt-berüchtigte Fotograf mit, was er da und dort kriegen kann: Skurrile Artefakte, laszive Teenager und immer wieder diverse optische Eindrücke von der Welt und ihrem Inventar. Verlockendes hält er mit seinem Kameraapparat fest, jenem mechanischen Auge, das der Flüchtigkeit des Moments trotzt, indem es fluides Geschehen in handfeste Bilder verwandelt. Models, Penner und Gärten – alles wird süffisant sauber dokumentiert. Thomas ist ein Weltensammler. Er rafft sich seinen Kosmos künstlerisch auf Albumformat zusammen. Glücklich ist er indes nicht. Sein Handeln folgt der Routine eines nihilistischen Playboys. Jener leichtfüßige Lebemann-Trott gerät durch einen mysteriösen Zufall ins Straucheln. Abseits von Motiv und Sujet taucht eine Leiche auf, zunächst nur auf einem Foto, dann ganz real auf dem grasbewachsenen Boden der Tatsachen liegend. Der Tote belebt das Geschehen. Eine Geschichte kommt in Gang – und verliert sich weitestgehend im Raum des Ambivalenten. Michelangelo Antonionis Meisterwerk „Blow Up“ aus dem Jahre 1966 lässt uns auf dem schmalen Grat zwischen wahrer Erkenntnis und trügerischer Einbildung dorthin wandeln, wo zwar allerlei passiert, aber nichts absolut sicher scheint. Inwiefern sich auf diesem unebenen Feld rhetorische Potenz zu entfalten vermag, wird nach der Vorführung des Films der Germanist Dr. Mario Gotterbarm erläutern. Im Anschluss an seinen Kurzvortrag darf auch seitens des Publikums lebhaft diskutiert werden.

Tickets reservieren im Kino Arsenal unter 07071 999 75 31 !